Geodesic(k)

Auch auf der Homepage von Prusa findet man hin und wieder ein paar Glanzstücke.


Der User Whityhat zwei handliche Varianten eines Domes gebaut.

Der auch noch mit RGB-LEDs von innen beleuchtet wird.



Das dies kein "print'n go"-Projekt ist, wird den meisten Makern schon auf auf dem ersten Blick klar sein.


Größe Typ Oberflächen
Klein 2V 80
GRoss 3V 180


Für die 3D-Drucker sind als erstes mal die pure Anzahl an Drucken und das Material interessant.

Wobei man die Anzahl der Oberflächen nicht einfach mit der Anzahl der Drucke gleichsetzen kann.

Es sind diverse, einzelne, bereits kombinierte Dreiecke. Jeder Satz an Drucken ergibt eine Hälfte.

Und die beiden Hälften werden mit Magneten zusammengehalten.





Hier im Rendering erkennt man die Idee ganz gut, das PLA direkt als Gelenk zu verwenden und somit Lichtdicht arbeiten zu können.

Dazu muss aber der erste Layer als Fläche und nicht als einzelne aneinandergereihte Dreiecke vom Slicer erkannt werden.


Einzelne Dreiecke führen zu Wand-Linien am Rand. Das wäre weit weniger Stabil als eine gefüllte Fläche an der Knickstelle.

Auch die Ausrichtung der Objekte muss korrekt zum Infill gesetzt werden, damit die Infill Linien im Idealfall die Ecken mit einem Winkel von 90° treffen.

Aber auch das ist bereits in seinen Dateien berücksichtigt.


Nach dem alle Teile zusammengeklebt waren, hat er noch mit einem 3D-Druckstift die Nähte geschweißt um die Stabilität zu erhöhen.

Die LEDs sind alle einzeln gesetzt und danach verlötet. Und das auf dem engen Raum. Und mit PLA als Träger.



Da bekommt man doch schon beim Einsetzen (mit einer geringen Menge Heißklebe) Panik.

Die Orientierung ist hier äußerst wichtig. Später in Schleifen zu verlegen ist bei dem geringen Raum kaum möglich.


Löten x3. Clever gelöst. Nur der DATA-Strang ist ummantelt. + und - sind blanke Leitungen.

Und da man + und - einfach "drüberlöten" kann, also ohne Unterbrechung direkt über die Kontakte,

geht das noch relativ schnell. Aber die DATA-Line ... meine Fresse. Das dürfte dauern.

Ich stell mir vor, dass ich mich ärger, wenn ich den kleinen baue: fuck, kein Platz.

Und wenn ich den großen baue: fuck, noch mehr LEDs :)

Sicherlich könnte man DATA auch "durchlöten" und danach die Verbindung zwischen in/out mit einer

sehr guten Zange trennen. Aber meine Erfahrung mit der Methode ist eher schlecht.


Der ganze Spaß braucht auch noch Strom. Hier hat er 18650Lipos genommen.

Da er die selber schweißen kann, ist das auch eine sehr gute Idee.

Ich hätte vermutlich eine Powerbank mit 2Lipos verwendet.

Wenn man es selber baut, muss auch noch der Laderegler irgendwo untergebracht werden.


Wobei seine "Akkubomben" auch cool sind:



Die Taschen für die Magnete wurden auch direkt mit berücksichtigt.

Clever: N und S immer abwechselnd. Das dürfte zusätzliche Halt bringen.

Gesichert wurden die dann wieder mit dem 3D-Druckstift.


Er schreibt in seinem Bericht, dass er keinen WEMOS D1 mini nehmen würde.

Ich kann seine Probleme damit nicht bestätigen. Bei meinem WLED-Projekt verwende ich auch einen D1.

Der läuft.

Aber es muss ja nicht immer alles mit WLAN ausgerüstet werden.


Sehr sehr schickes Projekt. Ausreichend gut dokumentiert:

-> https://www.prusaprinters.org/…geodesick-rgb-led-spheres