K40 Laser?

  • Ich bin derzeit irgendwie sehr scharf auf einen Laser.

    Da ich jetzt nicht ungeschickt oder generell unerfahren mit CNC bin, neige ich zu einem K40.

    Mir ist generell klar, dass das Teil zwar irgendwie komplett geliefert wird, aber ohne Maßnahmen nicht betrieben werden sollte.


    Ponti Fex

    Du hast doch so einen bei dir, oder?

    Auf was lasse ich mich da ein? Und was hast du bisher damit geschnitten?

    Für mich wäre klassisches Bastelschichtholz, Acryl und Filz derzeit am interessantesten.

  • Der Laser steht endlich in der Werkstatt auf dem Tisch.

    Ganz klar ist: man braucht Platz dafür.

    Außer auspacken und grob checken habe ich noch nichts gemacht.


    Vom Vorbesitzer bereits erledigt:

    • Erdung
    • analoges Amperemeter
    • Absaugung kürzen
    • Spiegel justieren

    Ich habe mir jetzt einen verstellbaren Tisch bestellt (über Kleinanzeigen für 60€) und eine Kombi aus Kreuzlaser und Luftgebläse.

    Ja, alles Sachen, die ich auch hätte selber bauen können.

    Nur ist meine Zeit gerade dermaßen knapp, dass ich da lieber Geld als Zeit verliere.

    Und einen geschlossenen Eimer sowie destilliertes Wasser brauche ich noch.


    Plan ist:

    wenn die Teile alle angekommen sind, dann wird umgebaut.

    Vorher kümmere ich mich um den Laptop (Linux) und installiere schon mal den K40 Whisperer.

    Alles eingebaut und wenn die ersten Testschnitte in der Werkstatt erfolgreich waren, wird das Teil irgendwie in den Keller gebracht.

    Mein "Keller" ist grob 1,8m hoch und 1,5x1,5 meter groß.

    Spinnenbewehrt.

    Der Keller alleine ist schon viel Arbeit, den so weit zu bekommen, dass ich da "arbeiten" kann.

    Aber in der staubigen Werkstatt ist einfach nicht der richtige Platz für so ein CNC-Gerät.

    Ich hoffe, dass ich in einem Monat so weit bin, "sicher" lasern zu können. Zumindest etwas Holz und Pappe.

    Absaugung ist da relativ einfach durch ein Kellerfenster in der Garten umsetzbar.

  • Heute morgen habe ich meinen alten Linux-Laptop angeschmissen.

    Mint als Basis.


    Erst mal updates und das Distri-Upgrade durchgeführt. Kernel update obendrauf.

    Und dann noch alle für K40-Whisperer notwendigen Pakete auf Python3 installiert.

    Aber endlich: das Programm startet.

    Als Dateiaustausch verwende ich einfach Telegram. Ich habe keinen Nerv mehr, mich mit SMB Freigaben auseinanderzusetzen.

    Dann werden die doch mal wieder nicht in der fstab korrekt aufgelöst und das Teil bootet nicht.


    Zusätzlich mußte ich noch inkscape installieren, damit der Whisperer meine SVG lesen konnte.

    Die SVGs sind in Corel erstellt.

    So weit aber nach wie vor nur Theorie. Noch habe ich den Laser nicht mal am Strom gehabt.

  • Heute morgen habe ich den alten Tisch ausgebaut und den neuen eingesetzt.

    Das ist so ein System wie auf Thingiverse:

    https://www.thingiverse.com/thing:2299337/remixes


    Mein Problem ist, dass der kippelt. Die Schrauben schauen unten etwas raus.

    Mal schauen, wie ich das löse. Ich könnte Löcher in den Boden machen. Dann hätte ich auch direkt eine Positionierung für den Tisch.

    Oder ich mach unter die Streben 3mm PVC. Das würde das Ausgleichen.

    Oder ich zerlege den Tisch noch mal und probiere es besser zu machen.

    Wenn ich rein das Innenmaß messe, dann würde auch das Max an Schnittfläche passen. Aber ich bekomme mMn den Tisch nicht so verschoben, das 0/0 an der dafür notwendigen Stelle sitzt.

    Wird sich noch zeigen müssen. Noch habe ich den nicht am Strom gehabt.


    So oder so will ich erst die anderen Sachen (Air-Assist und Laser für die Positionierung) einbauen.

    Nicht dass ich am Ende sonst noch mit den Dingern in die Quere komme.

    Und die Sachen sind noch nicht angekommen.


    Ich arbeite gerade auch an einem Video-Projekt. Das wird noch (bzw darf noch max) 2 Wochen fressen.

    Auch habe ich noch keinen richtigen Plan, wo der Laser nachher stehen wird.

  • So sieht es von unten aus:


    Ich habe jetzt 3mm PVC Streifen darunter gemacht.

    Nun zeigt sich aber, dass der Rahmen nicht Plan ist. Etwas Windschief. Und die Platte oben ist auch etwas gewölbt.

    Dafür aber magnetisch. Prima zum fixieren von Werkstücken.

    Man kann ein DIN A4 Blatt einlegen und kommt noch nicht an den Kunststoff. Dann muss aber der Nullpunkt jedes mal verschoben werden.

    Ideal ist das alles noch nicht. Zum Starten sollte es dennoch reichen.

    In wie weit sich diese Ungenauigkeiten später aufsummieren werden, muss sich dann noch zeigen.

    Auch wäre ein Wabentisch bestimmt die bessere Wahl als dieses Lochblech, da man eben noch geringere Auflageflächen und somit weniger Rückstrahlung hat.


    Der "teure" Tisch auf ebay ist ja nicht mal zusammengebaut.


    Am Ende werde ich wohl einen eigenen bauen.

    Oder meinen ersten Plan umsetzen:

    Eine Wabentafel einlegen und die je nach Job mit gedruckten Abstandshaltern an die notwendige Höhe bringen.

    Dann eine Kiste bauen, in der dann sortiert "für Xmm" draufsteht. Da sind dann 4 Teile enthalten, die den Abstand perfekt für 3mm Material bringen.

    Aber auch da fehlt aktuell einfach noch jegliche Erfahrung. Wenn der Fokuspunkt beim Durchschneiden mittig zur Materialdicke liegen soll, beim Gravieren aber on Top ... es fehlt Erfahrung. Ganz klar.


    Bei der Varianten mit der Schraube ist zumindest mal eben etwas nachjustierbar und man muss nicht jedes mal den siffigen Tisch rausholen.

    Und eine M8 Umdrehung hat 1,25mm Steigung. Da läßt sich schon genau mit arbeiten.

    Ich würde jetzt bei 3mm genau auf Anschlag "on Top" gehen und dann wieder eine Umdrehung zurück. Das dürfte dann Mitte vom Material sein.


    Damn it. Ich will endlich loslegen. Aber der Platz/Raum/Zeit fehlen gerade.

    Raumzeit? Moment. Ich glaube, da bahnt sich ein neuer Blogeintrag an.

  • Und becaus i can:

    Den Drehknopf habe ich mir @work mit einer Skala bedruckt.

    UV-Direktdruck auf PLA:


    Ich werde mir unter den Tisch jetzt eine komplette Alu-Tafel (5mm) machen. Dann sollte der gerade sein.

    Zumindest ist "Verzug" dann kein Thema mehr.

    Luft und Kreuzlinienlaser sind noch nicht da.

    Wasserkühlung ist auch noch nicht gemacht.


    Aber mein Videoprojekt ist weiter. Keller/Dachboden/Werkstatt hingegen noch nicht.

  • Die Anleitung dazu ist sehr schlicht. Und zeigt dann direkt, dass man die Leitungen selber verlängern muss.

    Finde ich jetzt etwas schade. Das hätte man durchaus mit ins Set packen können. Oder auch direkt in der passenden Länge mit Stecker verlängern.

    Zumindest ist ein "Schaltplan" dabei.

    Ich hoffe, dass ich nächste Woche irgendwann loslegen kann.


    Mein Videoprojekt geht gut voran. Wenn alles glatt geht, mache ich morgen Abend die letzten Aufnahmen.

    Cut kann ich ja überall machen. Vertonung dann irgendwie Abends/Nachts.

  • -Videoprojekt ist fertig und wird Samstag veröffentlicht. Shot-Cut ist ein Traum von einem Programm.

    -Die verdammten Fliesen sind aus dem Keller raus und auf dem Dachboden.

    -Der Dachboden ist wieder ordentlich.

    -Morgen früh geht es dann noch mal in den Keller


    -> und zum Feierabend fahre ich los und hole endlich destilliertes Wasser und einen Behälter für die Wasserkühlung.

    Und dann kann ich endlich mit dem Umbau des Laser loslegen.

  • Heute nur ein paar Minuten Zeit gehabt.

    Aber zum Zuschneiden meiner Bodenplatte hat es gereicht:


    Damit die Schrauben genug Raum haben, mußte ich mir die Ecken ausklinken.

    Stichsäge. Ist ja nur Alu.




    Morgen früh will ich den verstellbaren Tisch mit der Platte verbinden.

    Tendenz ist: mit Gewinden verschrauben. Alternative wäre Epoxy. Würde vermutlich auch halten.

    Mal schauen, worauf ich morgen früh mehr Bock habe.


    Mein "Keller" ist auch weitesgehend fertig.

    Wenn der Laser in den Keller kommen sollte, dann brauche ich da nur noch einen Tisch an der Wand.

    Das ist schnell erledigt.


    Behälter und Wasser sind jetzt auch hier.


    Es geht (langsam) voran.

  • Der Tisch wäre so weit fertig:



    Heute morgen wollte ich dann noch die Spannungen am Netzteil messen.

    Da ich das Teil noch nicht am Strom hatte, habe ich direkt Wasserpumpe und Abluft mit angeschlossen.

    Pumpe pumpt, Lüftung lärmt.


    Strom AN ... und das Ampermeter, welches der Vorbesitzer selbst eingebaut hat, spinnt total.

    Abgesehen vom zittern der Nadel, geht es stetig weiter hoch.

    Erst mal die Verkabelung direkt am Messgerät geprüft. OK. Etwas locker, eben neu gecrimpt, aber an sich OK.

    Neu ANgeschaltet ... aber noch genauso.


    Dann habe ich die Verkabelung verfolgt.

    Das Amperemeter sollte so angeschlossen werden:

    Röhre-negativ-Leitung unterbrechen und das Amperemeter dazwischen.

    Er hat aber die Leitung einfach nur etwas abisoliert und das Amperemeter da ran getüdelt.

    Also nicht unterbrochen.

    Und der Ausgang vom Amperemeter vorn wieder an den Minuspol vom Netzteil. Die Stelle, an der 12 und 5 Volt rauskommen.

    Man könnte sagen, dass es irgendwie parallel angeschlossen wurde. Aber mit Masse ein mal von vorn und ein mal von hinten im Netzteil.


    Leider hatte ich heute morgen keine Zeit mehr. Aber so ist es auf jeden Fall falsch, oder?

    Hat da_user da noch eine Anmerkung zu?

    Ich hoffe, dass dadurch keine weiteren Schäden am Gerät entstanden sind.


    Ärgert mich gerade. Ich kaufe ja immer gebraucht und rechne entsprechend mit Problemen.

    Aber dieses eine mal hätte ich vielleicht doch einfach einen Laser mit analogem Amperemeter als Basis in neu kaufen sollen.

    Die anderen Teile hätte ich so oder so nachrüsten müssen.

  • Leider hatte ich heute morgen keine Zeit mehr. Aber so ist es auf jeden Fall falsch, oder?

    Hat da_user da noch eine Anmerkung zu?

    Ja.

    Wenn man von Strom keine Ahnung hat, soll man es evtl. einfach lassen. Amperemeter gehört sich in jedem Fall in Reihe. Ein Amperemeter hat auch nur einen sehr kleinen Innenwiderstand, verhält sich elektrisch gesehen also wie ein Kurzschluss.


    Auch wenn ich keine Ahnung habe, was du mit Masse von vorne und von hinten am Netzteil meinst, (nicht etwa Ausgangs- und Eingangs- -230V- seitig?), würde ich nicht davon ausgehen, dass was kaputt gegangen ist.

  • So. Neu verkabelt und es schien noch immer etwas seltsam.

    Erst passiert nichts. Nicht mal ein Zucken an der Nadel.

    Dann voll Anschlag. Max sollte bei 40. Betrieb aber eher so um 15.

    Anschlag ist über 100.

    Gefeuert hat der Laser. Ich habe den ersten Spiegel mit Krepp abgeklebt. Sofort bei einem Testschuss durchgebraten.


    OK. Irgendwie fuck.

    Dann habe ich mein Multimeter angeschlossen und bei 0% angefangen zu feuern.

    Die Regelung erfolgt bei dem über eine digital Anzeige in %-Werten.

    Bis 3.9% passiert rein gar nichts.

    Ab 4 zeigt mein Messgerät irgendwas mit 1800 an.

    Da ist etwas kaputt. Und zwar so kaputt, dass ich das nicht reparieren kann.


    Tja. Fuck. Pech gehabt.

    Erst mal Strich drunter. Werkstatt die Tage aufräumen und das Teil weit weg stellen.

    Aus dem Kopf ist CNC-Laser noch nicht. Aber jetzt gerade ist es ein ziemlich rotes Tuch.

  • 40, 15, 100, 1800 was? Bratwürste/min?

    Wenn das Ding wirklich 1800 Bratwürste/min grillen kann, ist es doch super.


    Ich würde mal vermuten: Laser doch durchgebrannt. Bau stattdessen doch derweil einen einfachen Laserpointer ein und spiel dich zumindest mit dem x-y verfahren. Alternativ ein Stifthalter (der bei "Laser ein" abfährt).

  • 40, 15, 100, 1800 was? Bratwürste/min?

    Wenn das Ding wirklich 1800 Bratwürste/min grillen kann, ist es doch super.

    Du bist nicht zufällig Mathelehrer, oder? ^^


    Ich würde mal davon ausgehen, dass es 40, 15 und 100 Milliampere sind. Bei den 1800 kann ich mir das aber nicht wirklich vorstellen, es sei denn die Spannung würde unter 2kV liegen. Normalerweise sind die 230V Stromleitungen ja bei 16A abgesichert, was ca. 3,7kW entspricht und selbst wenn das Netzteil 100% effizient wäre, wären das bei 1,8A knapp 2kV. Ich weiß jetzt leider nicht bei welcher Spannung der Laser betrieben werden soll, aber ich glaube es ist mehr.


    Dass der Laser kaputt ist kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Ich denke, dass er dann gar nicht mehr "feuern" würde.


    Ich würde also vermuten, dass entweder die Elektronik kaputt ist und eine niedrigere Spannung liefert als gewollt, oder dass es tatsächlich 1800µA, also 1,8mA, waren und tatsächlich alles funktioniert wie es soll, außer natürlich das Amperemeter: Wenn das vom Vorbesitzer tatsächlich parallel geschaltet wurde, hat das einen Kurzschluss abbekommen und ist deshalb vermutlich hinüber.

  • Ja, sehr seltsam. Sind natürlich Milliampere.

    Das analoge geht voll über 100 und das digitale .... keine Ahnung. Das flackerte auch ein wenig. Und surrte ganz seltsam.

    Hatte ich so noch nie.


    Ist mir auch mittlerweile egal. Der wird demnächst als defekt über ebay verkauft - mit deutlichem Verlust.

    Und dann, wenn ich wieder Bock drauf habe, gehe ich es noch mal neu an.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!