Zum Neueinstieg in den Beruf

  • Meine Frau fängt bald einen neuen Job an.

    Beim letzten Jobwechsel habe ich ihr eine Schultüte gebastelt. Ganz klassisch in rund.


    Die Idee gefällt mir noch immer, aber das geht auch schwieriger :)

    Warum nur eine große basteln, wenn ich auch viele kleine basteln kann und die dann zu einer Art Bouquet arrangiere?

    Kreisförmige Tüten bieten sich dann wegen der großen Lücken nicht mehr an, aber 6-Eckig?


    Fusion angeschmissen und die erste gezeichnet:


    Etwa 20cm hoch und oben 15cm offen.

    Wenn man davon sagen wir mal 19 Stück herstellt:

    Hätte man vermutlich schon eine Art Halbkugel.

    Vermutlich reicht natürlich nicht, also in Fusion probieren:


    Das wäre schon genug. Haut ja auch gedanklich in etwa hin. Ich habe einen Radius von grob 25cm. Also einen halben Umfang von ~790.

    Das durch 5 ... ja, annähernd meine Öffnung. Ist Plausibel.


    Darauf dann der Versuch, das ganze in die anderen Richtungen zu drehen.


    Das wird nicht richtig passen. Man krümmt ja das 2D-Bild von oben in 3 Richtungen nach Innen.

    Also muss irgendwo Material zu viel sein. Das sehe ich jetzt auch.

    Für das Ergebnis sollte das aber relativ egal sein, da ich jede Tüte auch noch mit Stofftülle versehen will und somit eh einen extra-Aufbau habe.


    Der Plan ist also:

    - 19 individuell gestaltete Tüten herstellen


    Jetzt habe ich in Fusion aber nur eine 3D Datei und ich brauche eine Abwicklung in 2D.

    Das kann Fusion. Aber nur, wenn man mit dem Blechmodul arbeitet. Was ich nicht gemacht habe.


    Ein Job für Pepakura 8)

    Es gibt einige 3D Abwickler Programme im Netz. Pepakura verwende ich, weil ich es bei Foamsmith gesehen habe.

    Ist mit seinen 43€ nicht gerade geschenkt, aber ein Tool, was genau das macht, was es soll.


    Links ist die *.STL aus Fusion exportiert. Rechts ist die Abwicklung.

    Ich brauche nicht alle Teile, aber die restliche Bearbeitung mache ich mit der aus Pepakura exprtierten SVG in CorelDraw.

    Das Ergebnis ist eine Vektordatei, die direkt die Außenkontour als eine Linie hat und alle Knicklinien mit eingezeichnet hat.

    Perfekt. Absolut genial. Man kann da auch beliebig anders Teilen oder Kombinieren.

    Man kann aber der Stelle auch einfach eine PDF drucken und die Teile dann von Hand weiterverarbeiten.


    Die SVG in Corel macht immer etwas Mühe. Erst die Gruppierung aufheben. Aber nur die erste Gruppe.

    Dann unter Sperren "alle Objekte entsperren". Und danach noch mal die Gruppierung aufheben.

    Das ist ein Corel-Bug. Wieder einer.

    Das importierte Ergebnis:


    Und nach der Überearbeitung:


    Die rote Außenlinie wird später die Schneidplottlinie. Die grauen sind zum Anritzen.

    Alles andere habe ich gelöscht. Die oberen Fahnen lasse ich stehen, da die nach innen geknickt und verklebt das ganze Ding stabilisieren werden.


    Jetzt fehlen noch 19 Motive.

    Auf Pixabay habe ich dann "geerntet" und mir die Motive ins Corel geladen.

    Aber um einen ordentlichen Druck und Schnitt zu bekommen, müssen die Motive etwas größer sein, als die Schnittlinie.

    Darum erst mal eine Kontour nach außen um 2mm vergrößert.

    Das ist dann die "Powerclip"-Form für Corel.


    Außen schwarz wird die "Passform" für die Grafik. Innen rot ist die Plotlinie.


    Das ist ungefähr der Punkt, an dem ich jetzt bin. Die "Werkzeuge" sind alle erstellt.

    Als nächstes dann einpassen, verschachteln, Plottmarken, export von Druck und Plott - Datei.

    Dann drucken und plotten.

    Dann alle anritzen und kleben.

    Dann Stoff zuschneiden und tackern.

    Süßigkeiten nicht vergessen.


    Stichtag ist der 02.11.2020. Und ich kann nur vor der Arbeit 30 Minuten daran arbeiten ^^

  • Das sind die Grafiken. So weit für den Druck vorbereitet:

    Die schwarzen Punkte rundherum sucht der Plotter später mit einer Kamera ab und gleicht das Ergebnis dann an der Plottdatei an.

    Meist ist der Druck etwas kürzer als die Datei. Das liegt einfach am Transport und ggf Materialschrumpfung. Halb so wild.

  • Die ersten drei.



    Es stellt sich heraus, dass das Papier mit 250Gramm nicht stabil genug ist. Es ist halt keine Pappe.

    Und hinzu kommt, dass die Klebelasche doch etwas schmal ist und der Klebstoff nicht wirklich gut hält.

    Liegt da aber auch nur an der mangelnden Stabilität in der Form.

    Ich drucke mir wahrscheinlich noch 6-eckige Ringe für Innen. Und klebe außen noch zusätzlich mit Tesafilm.

  • Heute morgen habe ich die Tüten grob ausgelegt.

    Das wird so nichts. Ich muss die in eine Schüssel o.ä. legen. Sonst sind es einfach noch zu wenige.

    Und so spare ich mir auch einen Rahmenbau. Irgendwo muss ich den "Tüten-Kreis" ja begrenzen.


    Die 3D-Drucke sind aber Gold wert. Das macht den Unterschied zwischen "könnte gehen" und "wird klappen".

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